Hypnose ist ein besonderer Bewusstseinszustand zwischen Wachsein und Schlaf, in dem das Gehirn in der Lage ist, ganzheitlicher zu arbeiten als im Wachzustand. Der Hypnotisierte ist körperlich tief entspannt, während er geistig aber äusserst konzentriert und aufmerksam ist. Das Zeitgefühl geht verloren, die Umwelt wird unwichtig, man fühlt sich sehr wohl – eine Art Kurzurlaub für Körper und Seele.

Mit Showhypnose, bewusstlosen und ferngesteuerten Menschen habe ich nichts zu tun. Diese Vorstellung von Hypnose gehört in das Reich der Märchen oder auf die Showbühne. Grundsätzlich gilt immer: Niemand ist in Hypnose dem Hypnotiseur ausgeliefert. Niemand würde in Hypnose Dinge tun, die er im Wachzustand ablehnen würde. Hypnose ist immer freiwillig.

Bei einer Hypnosesitzung ist Ihre Mitarbeit erwünscht, denn Ihr Verhalten und Ihr Umgang mit der Hypnosesitzung sind von entscheidender Bedeutung für die späteren Ergebnisse. Die Hypnose kann ihre Wirkung am besten und schnellsten entfalten, wenn möglichst wenige Störfaktoren die Wirkweise beeinflussen. Um einen optimalen Ablauf und eine maximale Wirkung Ihrer Hypnosesitzung zu ermöglichen, finden Sie untenstehend einige Informationen, die Sie in Ihrem eigenen Interesse bitte beachten und umsetzen sollten.

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass die Hypnosetherapie bei schwerwiegenden Erkrankungen den Besuch beim Arzt nicht ersetzt. Ich bin keine Ärztin, diagnostiziere keine Krankheiten und gebe keine Heilversprechen. Durch meine Therapieform werden Ursachen aufgedeckt und gelöst.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an mich, ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung.

basiert auf Originaltext von Thermedius©

Hinweise zum Verhalten vor der Hypnose

  • Kommen Sie bitte rechtzeitig zu Ihrem Hypnose-Termin und vermeiden Sie unnötige Hektik im Vorfeld.
  • Kommen Sie bitte nicht übermüdet / zu erschöpft zum Termin (ausser natürlich Sie möchten die Hypnose genau deshalb in Anspruch nehmen), da eine zu hohe Erschöpfung die Aufnahmefähigkeit für Suggestionen bei vielen Behandlungsthemen einschränken kann.
  • Trinken Sie bitte 3-4 Stunden vor dem Termin möglichst keinen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke, um eine Beeinflussung der Trancefähigkeit zu vermeiden. Trinken Sie stattdessen ausreichend Wasser, damit Ihr Nervensystem gut mit Flüssigkeit versorgt ist. Nehmen Sie keine Medikamente ein, die Sie nicht akut benötigen oder auf ärztlichen Rat einnehmen sollten.
  • Sollten Sie sich wegen des Themas, das Sie mit Hypnose behandeln lassen möchten, bereits anderweitig in Behandlung befinden, klären Sie bitte möglichst vorab mit ihrem anderen Behandler ab, ob dieser mit einer Hypnosebehandlung einverstanden ist oder ob er Gründe sieht, weshalb eine Hypnosebehandlung nicht stattfinden sollte.
  • Erfassen Sie im Fragebogen Ihre zu behandelnden Themen möglichst genau, um bei der Sitzung eine Übersicht zu haben, welche Behandlung Sie genau wünschen und welche Ziele Sie konkret mit Hilfe der Hypnose erreichen möchten.
  • Machen Sie bei der Erfassung / Anamnese im Vorfeld der Behandlung bitte unbedingt korrekte Angaben – ich stimme meine Vorgehensweise auf Ihre Angaben ab und gehe davon aus, dass diese richtig sind. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass die hypnotische Vorgehensweise nicht genau genug Ihren Bedürfnissen entspricht und damit die Wirkung einschränken / verfehlen kann.

Hinweise zum Verhalten während der Hypnose

  • Folgen Sie während der Hypnose bitte immer meinen Anweisungen.
  • Hören Sie auf meine Stimme und versuchen Sie, meinen Worten geistig zu folgen.
  • Experimentieren Sie bitte nicht während der Hypnose indem Sie beispielsweise austesten, ob Sie sich gegen meine Worte „wehren“ können, indem Sie sich beispielsweise gezielt etwas anderes vorstellen als ich Sie gerade bitte, sich vorzustellen. Oder indem Sie versuchen, einen gerade ablaufenden Prozess grundlos zu beeinflussen oder indem Sie aus reiner Neugier testen, ob Sie die Hypnose selbst auflösen und beispielsweise die Augen öffnen können. Solche Störungen können im Zweifel die Wirkung der Hypnose entscheidend mindern.
  • Selbstverständlich können Sie sich während der Hypnose jederzeit mir mitteilen, falls Ihnen etwas unangenehm sein sollte oder Prozesse bremsen, die Sie im Moment lieber nicht durchschreiten möchten. Tun Sie das aber bitte nicht „einfach so“ aus Neugier, sondern nur dann, wenn Sie es wirklich möchten.
  • Versuchen Sie, während der Hypnose eine „innere Beobachterposition“ einzunehmen und Gedanken auszublenden, die nichts mit dem Behandlungsthema zu tun haben. Konzentrieren Sie sich auf Ihre innere Welt – körperliche Empfindungen, Gefühle, Gedanken und innere Bilder – und nehmen Sie wahr, was die Hypnose vielleicht gerade in Ihnen auslöst. Versuchen Sie, nicht innerlich zu analysieren, was ich gerade sage und warum ich das wohl gerade sage. Machen Sie sich keine Gedanken, in welcher Trancetiefe Sie wohl gerade sind und ob Sie wohl schon tief genug in Hypnose sind oder nicht. Grübeln Sie nicht darüber nach, ob diese Behandlung gerade einer anderen Behandlung entspricht, von der Sie vielleicht gehört oder gelesen haben. All dies sind nur Störeinflüsse, die Ihr Unterbewusstsein dabei bremsen, das zu tun, was es eigentlich gerade tun soll. Lassen Sie die Hypnose einfach geschehen und fühlen Sie, was sie in Ihnen bewegt.
  • Aufgrund der entspannenden Wirkung der hypnotischen Trance auf den Körper können eine Reihe ungefährlicher Effekte beim Eintreten der Trance auftreten: Manche Klienten spüren einen Hustenreiz, einen Juckreiz (aufgrund der verbesserten Feindurchblutung der Haut), einen verstärkten Schluckreiz oder einen Lachreiz (aufgrund einer Ausschüttung von Glückshormonen, die durch eine Trance teilweise bewirkt werden kann). Versuchen Sie bitte nicht, diese Reize zu unterdrücken, sondern lassen Sie sie einfach geschehen (bei einem Juckreiz dürfen Sie selbstverständlich kurz kratzen, um ihn zu beseitigen). Ein Widerstand gegen diese Trancesymptome oder der Versuch, sie mit dem Bewusstsein zu unterdrücken, kann die hypnotische Trance stören und ihre Wirkung mindern. Ein Nachgeben führt zumeist zu einem schnellen Vorübergehen dieser Symptome und anschliessend in eine tiefe, intensive Trance.

Hinweise zum Verhalten nach der Hypnose

  • Legen Sie sich Ihre Termine im Anschluss bitte so, dass Sie noch etwas Zeit haben, wieder vollkommen wach zu werden bevor Sie beispielsweise Auto fahren müssen. Nach der Hypnose fühlen sich viele Klienten wie nach einem Mittagsschlaf und benötigen erst noch eine Viertelstunde bis sie sich wieder vollkommen fit fühlen.
  • Vermeiden Sie im Anschluss an die Hypnose bitte zu lange Autofahrten, da aufgrund der entspannenden Wirkung der Hypnose je nach Behandlungsthema noch mit einem gewissen Grad an Müdigkeit zu rechnen ist. Dies könnte Ihr Reaktionsvermögen im Strassenverkehr einschränken.
  • Gönnen Sie sich nach der Hypnose, wenn Sie zuhause angekommen sind, etwas Ruhe, damit die Hypnose richtig einwirken kann. Hektik oder konzentrierte Beschäftigung im Anschluss kann die Entfaltung der Wirkung einschränken.
  • Lassen Sie die Hypnose im Anschluss an die Sitzung 72 Stunden einwirken bevor Sie genaue Wirkungen überprüfen. Das Gehirn benötigt Zeit, um die hypnotischen Suggestionen abzuspeichern. Häufig werden die ersten Wirkungen erst nach 1-2 Nächten erkennbar, nachdem das Gehirn im Schlaf die Tiefenspeicherungs­prozesse durchführen konnte.
  • Achten Sie in den Tagen im Anschluss an die Behandlung auch darauf, ausreichend zu schlafen. Da das Gehirn im Schlaf viele Tiefenspeicherungsprozesse durchführt, ist ein gesundes Schlafverhalten sehr förderlich für eine optimale Wirkung.
  • Meiden Sie nach Möglichkeit in den ersten 72 Stunden Gespräche über die Hypnose-Sitzung oder Ihr Behandlungsthema und beschäftigen Sie sich möglichst auch nicht anderweitig mit den Themeninhalten der Hypnosesitzung (Recherche im Internet, Fachliteratur, etc.). Nach der Behandlung speichert das Gehirn die Inhalte der Hypnose und während dieser Zeit arbeitet das Unterbewusstsein sehr aktiv an diesem Thema. So können Beschäftigung mit dem Thema oder Gespräche über die Inhalte der Hypnose-Sitzung zu einer deutlichen Minderung der Wirkung führen, da laufende Speicherprozesse beeinflusst werden können. Weisen Sie evtl. Ihr Umfeld darauf hin, dass Sie während dieser Zeit nicht über die Hypnosebehandlung sprechen wollen (vor allem bei Raucherentwöhnung). Die in dieser Phase geführten Gespräche könnten zu Ihrem Nachteil sein, weil im Zweifel die Wirkung der ganzen Behandlung dadurch beeinflusst werden kann.
  • Stellen Sie die Wirkung in den ersten 72 Stunden „nicht auf die Probe“ – zu frühe Tests, ob sich schon etwas verändert hat, können ebenfalls zu einer deutlichen Beeinflussung der Wirkung führen.
  • Beobachten Sie Veränderungen und achten Sie auf kleinste Details (Gedanken, Gefühle, Träume) – häufig kündigt sich die Wirkung der Hypnose sehr subtil an und oft sind schnell schon kleine Effekte zu bemerken, die anzeigen, dass die Hypnose in Ihnen arbeitet.
  • Vermeiden Sie in den 72 Stunden im Anschluss an die Hypnose nach Möglichkeit grössere Mengen an Alkohol oder Medikamenten, die Sie nicht dringend benötigen – jede Einnahme von Medikamenten oder das Bewusstsein beeinflussende Genussmittel kann die Wirkung der Hypnose hemmen.
  • Achten Sie bitte darauf, in den kommenden Tagen im Anschluss an die Behandlung ausreichend zu trinken (optimalerweise stilles Mineralwasser). Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung unterstützt das Gehirn und das Nervensystem bei Veränderungsprozessen und beschleunigt die Verarbeitung mentaler Prozesse.

Ergänzende Hinweise

  • Halten Sie sich bitte immer an die Verhaltensempfehlungen, die ich Ihnen im Verlaufe der Hypnosebehandlung gebe. Abweichungen können zu einer Beeinflussung / Minderung der Wirkung der Hypnose führen bzw. die Wirkung vollständig aufheben.
  • Sollten Sie im Anschluss an die Hypnose Symptome oder emotionale Reaktionen beobachten, die Sie nicht einordnen können, wenden Sie sich bitte direkt an mich.
  • Sollte die Wirkung der Hypnose nicht wie erwünscht eintreten, wenden Sie sich bitte ebenfalls an mich, um eine weitere Vorgehensweise abzustimmen.
  • Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Vertiefung oder Auffrischung Ihrer Behandlung benötigen, stehe ich Ihnen selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Allgemeine Informationen über die Hypnose

  • Die Hypnose ist eine Behandlungsmethode, die viele verschiedene Anwendungen beinhaltet. Diese Anwendungen können in der Durchführung teilweise stark voneinander abweichen. Dabei ist jede Anwendung auf ihr konkretes Ziel abgestimmt und wird so durchgeführt, wie sie für die jeweilige Thematik am sinn- und wirkungsvollsten ist. Viele Neuklienten haben schon einmal im Fernsehen Berichte über Hypnose gesehen und sind teilweise verwundert, wenn ihre Behandlung anders abläuft als im Fernsehen. Sollten Sie Fragen zum Ablauf Ihrer Hypnosebehandlung haben, wenden Sie sich bitte einfach an mich.
  • Das Bild von der Hypnose ist bei vielen Neuklienten von der Showhypnose geprägt. Eine solche Bühnenhypnose ist ein geschickt und unterhaltsam verpackter Hypnotisierbarkeitstest. Ziel es zumeist, den Showhypnotiseur besonders mächtig und die Hypnose möglichst spektakulär erscheinen zu lassen. Bei der therapeutischen Hypnose wird die Hypnotisierbarkeit eines Klienten bzw. einer Klientin zum Zwecke der psychotherapeutischen Behandlung genutzt. In hypnotischer Trance können sie lernen, mit Hilfe ihrer eigenen unbewussten Möglichkeiten und Ressourcen ihre Probleme und Störungen zu lindern oder ganz zu beheben. Das erhöht ihre Selbstwirksamkeit und stärkt ihre Würde. Sie sind also weder „bewusstlos“ noch „ohnmächtig“ oder mir „komplett ausgeliefert“.
  • Bei den Trancezuständen empfinden Sie meistens ein intensives Entspannungsgefühl, das von phasenweisem „Abschweifen“ des Bewusstseins begleitet sein kann – diese Trancezustände sind optimal für die meisten hypnotischen Zielsetzungen und erlauben wesentlich tiefgreifendere und langfristigere Wirkungen.